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Im Laufe der Jahre sind viele Module entstanden. Von diesen Modulen stehen derzeit ca. 65 für Ausstellungen zur Verfügung. Es sind tatsächlich nicht alle jemals gebauten Module verfügbar, da die Module im Besitz der Erbauer bleiben und beim Ausscheiden aus dem Verein u. U. mitgenommen werden. Manche ehemaligen Mitglieder halten noch Kontakt und bringen ihr Modul zu Veranstaltungsterminen mit und integrieren es. Auf diesem Wege wird hoffentlich über die Jahre ein noch intensiverer Kontakt zu Ehemaligen der Schule zustande kommen, der vielfältige Möglichkeiten wirklich werden lassen kann.
Die Module des Vereins werden nach einer Norm des MEC Tarp gebaut. Diese Norm wurde aus verschiedenen Gründen ausgewählt. So ist die Schienenoberkante (100cm) noch in Erreichbarkeit von 10-jährigen. Es existieren zwei Geländeprofile, die eine ansprechende Gestaltung der Module ermöglichen. Außerdem wird eine einfache Technik verwendet. Hier sei noch einmal der Dank an die Mitglieder des Tarper Vereins ausgesprochen, die uns beim Start mit Tipps und Unterstützung auf den ersten Veranstaltungen wesentlich geholfen haben.
Die Module führen eine doppelgleisige Hauptstrecke ohne Oberleitung, was uns nicht daran hindert, auch E-Loks fahren zu lassen. Die entstandene Modulanlage hat einen ganz anderen Charakter als die meisten anderen Anlagen. Es wird überwiegend Landschaft dargestellt. Inzwischen erfolgt eine Erweiterung dadurch, dass wir parallel zum Gleis eine Straße legen. An dieser Straße finden sich dann verschiedene Themen wie Gartencenter, Autohaus, Bauernhof mit Maisfeld in Bearbeitung, Autohof und einiges mehr. Diese Themen lassen allerdings die Baukosten für den Besitzer des Moduls stark ansteigen. Es darf nicht vergessen werden, die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über das Taschengeld und einige Spenden anläßlich unserer Veranstaltugen.
Wie üblich wird die Anlage von zwei Wendemodulen begrenzt. Diese haben wir mit fünf Kehrschleifen und jeweils ca. fünf Halteabschnitten in einer Schleife ausgestattet. Wir können folglich viele - 50 und mehr - und auch sehr lange Züge durch die Modelllandschaft schicken. Gerade die langen Züge kommen auf der Strecke wunderbar ins Bild. Der längste Güterzug hat eine Länge von 3,60m, wohlgemerkt in Spur N. Es hängen dann je nach Zusammenstellung 50 bis 60 Wagen an der Lok.
Die Steuerung solch eines Wendemoduls bedarf einiger Erfahrung und Übersicht. Ein Zug kommt rein, einer fährt raus und vier müssen in der Kehrschleife vorgezogen werden. Die jungen Schülerinnen und Schüler schaffen dies nach kurzen Einarbeitung und auf einer Veranstaltung reißen sich alle um diesen Job. Deshalb wird mit den Streckenposten, die die Strecke "fahren", durchgewechselt.
Im Laufe der Jahre wurde die Modulnorm weiter entwickelt. Wir schaffen es, die Anlage, wenn alle Module im Raum sind, in zwei Stunden aufzubauen und zu verkabeln. OK, es sind noch anschließende Justierungsarbeiten notwendig, doch bei welcher Modulanlage sind diese nicht notwendig?
Die Module von in der Regel 1,2m Länge und 50cm Breite tragen Klappbeine mit Stellschrauben. Die Modulköpfe weisen passgenaue Führungsstifte und -buchsen auf. Wir müssen nicht mit einer M8-Schraube in einem 10mm Loch die Module zusammen schrauben und ausrichten. Die mechanische Verbindung erfolgt durch einen Kofferverschluss. Die elektrische Verbindung erfolgt verpolungssicher durch farbige 4mm Stecker und Buchsen.
Ein Bahnhof, der aus fünf Segmenten von einer Gesamtlänge von 5,6m besteht, bildet den Mittelpunkt der ca. 70m langen Anlage. Seine umfangreiche Verkabelung kann natürlich nicht über 4mm Stecker erfolgen. Hier wurden 25-polige SubD-Stecker und -buchsen eingesetzt. Davon werden zwei bis vier zur Verbindung eines Segments zum Stellpult benötigt. Das Stellpult ist so aufgebaut, dass zwei Schüler den Bahnhof bedienen können. Einer betreut den westlichen und einer den östlichen Teil so als säße er im Stellwerk an der Bahnhofseinfahrt.
Dank der Unterstützung vieler Eltern, wofür wir uns an dieser Stelle nochmals bedanken wollen, konnten wir auch an auswärtigen Veranstaltungen teilnehmen. Bisher sind wir in Rendsburg und mehrmals in Neumünster gewesen. Inzwischen konnten wir uns auch bei den Tarper Freunden in Flensburg ein wenig revanchieren, dadurch dass wir deren Anlage mit speziellen Modulen ergänzten oder das Fahrpersonal der dortigen Anlage unterstützten.
Im Moment ziehen wir heimische Veranstaltungen den fernen vor. Bei uns in der Turnhalle können wir die ganze Anlage aufbauen, was manche professionelle Aussteller aus Platzgründen nicht wünschen. Außerdem ist da der Kostenfaktor des Material- und Personentransportes. Wir müssen daher einem Aussteller einen relativ hohen Betrag in Rechnung stellen. Dank sehr guter Resonanz in der Presse waren unsere letzten Ausstellungen sehr erfolgreich, so dass wir uns jetzt einem neuen Projekt zuwenden können.